Andreas, Claudia und ihr 14qm Wohnmobil

Wer sind die Beiden von 14qm?

Liebe Claudia, Lieber Andreas, seit wann lebt ihr in eurem Gefährt?
Wir leben seit knapp zwei Jahren in unserem „Haus auf Rädern“.
Und warum?
Angefangen hat alles vor ca. 4 Jahren mit der Frage: Was machen wir eigentlich, wenn die Kinder nach dem Abi ausziehen?
Fast ein Jahr lang haben wir uns informiert und umgesehen. Wir fuhren zu Selbstausbauer-Treffen und schauten uns dort um – uns war sofort klar – das wollen wir auch! Also sprengen wir die Norm! Wir ziehen ins Wohnmobil!
Was ist es für ein Camper/Bus/Womo?
Wir fahren einen 29 Jahre alten MB 608D (Düdo) mit Mabu-Kabine. Robuste Technik, Ersatzteile fast überall lieferbar und vor allem: Wir können so gut wie alles selbst reparieren!
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Wie habt ihr diesen gefunden?
Reiner Zufall! Wir haben uns viele Wohnmobile angesehen, viele Ideen für einen Selbstausbau gehabt. Andreas wollte sich unbedingt den Düdo mit der vom Schreiner ausgebauten Mabu-Kabine ansehen. Hingefahren, besichtigt, verliebt. Perfekt!
Ist er selber ausgebaut von euch?
Der Koffer war, wie gesagt, bereits von einem Schreiner ausgebaut. Über ein Jahr lang haben wir den Wagen komplett restauriert. Die ganze Elektronik wurde neu gemacht, das Fahrerhaus neu aufgebaut und im Innenraum gab es nicht ein Brett, welches wir ausgebaut, abgeschliffen und neu lackiert haben. Auch Außen wurde alles abgeschliffen und von uns neu lackiert.
Habt ihr noch eine Wohnung?
Nö, wofür auch?
Was vermisst ihr?
Die Netzabdeckung in Deutschland könnte noch ein bisschen besser sein. Aber wirklich vermissen? Ich glaube nicht, dass uns etwas einfällt. Zumindest ist uns in den letzten zwei Jahren nichts aufgefallen 🙂
Habt ihr einen ultimativen Alltags/Haushaltstipp?
Bei uns ganz klar: Mehr natürliche Zutaten, weniger bis keine Chemie. Wir machen unser Mundwasser selber und bevorzugen Essig und Natron. Zum Backen und Kochen ganz wichtig: Der Omnia. Wir bevorzugen Gas, wollen im Wald keine Lagerfeuer oder sonstige offene Feuerstellen machen. Und beim Geschirr? Anfangs hatten wir alles aus Melamin – Gewicht sparen. Aber auf Dauer funktioniert dies einfach nicht. Kaffee schmeckt nun mal besser aus Keramikbechern und der Teller
sollte sich auch wie ein Teller und nicht wie ein Frisbee auf dem Tisch anfühlen 😉
Wo haltet ihr euch die meiste Zeit auf?
Andreas arbeitet zur Zeit als selbständiger Netzwerktechniker im Rhein-Main-Gebiet. Dementsprechend sind wir die meiste Zeit hier in diesem Gebiet. Außerdem wollen wir, solange unsere Kinder noch studieren, in Deutschland bleiben. Danach: „Die Welt ist nicht genug“ 😉
Was wollt ihr mit eurem Blog transportieren?
Wir wollen zeigen, dass es noch ein anderes Leben gibt. Das man auch ohne Vorkenntnisse ein Auto restaurieren und darin perfekt leben kann. Das man mit weniger sogar besser lebt. Wir zeigen Plätze in Deutschland bzw. unserer Umgebung, die entdeckt werden wollen und stehen für autarkes Leben ohne „Massenstehen“ auf Stellplätzen.
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Was fällt euch für euch persönlich zu dem Wort Freiheit ein?
Freiheit für uns bedeutet: Uns selbst zu entscheiden wie wir leben wollen, uns nicht „Wohngemeinschaften“ unterordnen zu müssen. Wir haben das große Glück, uns unseren Vorgarten jeden Tag neu aussuchen zu können. Wir sind draußen wann wir wollen und wenn wir mal keine Lust haben, können wir in unserer Hecksitzgruppe alle Fenster öffnen und haben „Terrassen-Feeling“. Spontan können wir zu Festivals, sind flexibel und genießen das Leben.
Herzberg
Genau, auf Burg Herzberg waren wir dieses Jahr das erste mal – wird aber nicht das letzte mal gewesen sein! Wer gerne mal sehen möchte, was wir so treiben findet uns auf Facebook oder im Netz unter 14qm