Irland – Dublin

Irland Dublin

Wir sind eigentlich Strandeulen, es muss immer Sand unter unseren Füssen sein, mindestens eine Brise wehen und eine Welle muss brechen.
Doch die Welt bietet noch so viel mehr!
Wie soll man die Dinge mit der freien Zeit, dem Geld und der Bereitschaft neues zu wagen vereinbaren?

Einfach machen.

Irland stand definitiv schon immer auf meiner Reise-To-Do Liste aber um es ehrlich zusagen ziemlich weit unten.
Nach dem meine sehr sehr gute Freundin nun vor einigen Monaten mit ihrem Freund nach Dublin ausgewandert ist, gab es kein Gegenargument mehr.
Freundschaften müssen schließlich gepflegt werden und was gibt es schöneres als Besuch zu bekommen, wenn man irgendwo Neu ankommt und was gibt es komfortableres als Liebe Menschen zu Besuchen, die sich auskennen, einen Schlafplatz bieten und einem das Land quasi als Local zeigen können.

So kam es das wir uns Tickets nach Dublin gebucht hatten.
Direkt nach unserem Trip nach Dänemark ging es los.
Für uns völlig ungewohnt und überaus Luxuriös der Umstand mal nur mit Handgepäck zu Reisen.
Ich würde behaupten schon fast einmalig für uns.
Denn im Gegensatz zu vielen Vielreisenden, Bloggern , Nomaden, Minimalisten, können wir dem Travelstyle nur mit Handgepäck zu reisen nichts abgewinnen.
Wir haben in der Regel immer mindestens ein Windsurfbag dabei, dass 2,5m lang ist und eigentlich mit etwa 30-40kg immer zu schwer ist.
Eigentlich aber immer zwei davon.
Dazu dann einen Koffer und 2 Handgepäckstücke.
Ok ich gebe es zu, würden wir keinen Wassersport betreiben würden wir wohl auch mit Handgepäck auskommen. Denn unser Zeug drumherum ist immer auf ein Minimum Reduziert.

Ok zurück zu diesem Glücklichen Moment, einfach durch die Security zu stapfen ohne vorher Gepäck abgeben zu müssen.
Wir sind mit RyanAir geflogen, von Bremen nach Dublin für crazy 60 € pro Person Hin und Zurück.
Zum Flughafen sind wir wie gewohnt mit unseren Freunden der Deutschen Bahn gefahren.
Der Flug fühlte sich wie eine Busfahrt an. Einsteigen, Hinsetzen,Losfliegen, Landen, Aussteigen, Da!

Genial.

Am Flughafen kauften wir uns eine LeapCard, für 40€ pro Person.
Diese ist 7 Tage gültig und man darf damit den größten Teil des Nahverkehrs Dublins für unbegrenzt viele Fahrten nutzen.

  • die Flughafenbuslinien Airlink 747 und 757
  • alle Linienbusstrecken von Dublin Bus (nicht gültig für Bustouren)
  • alle Strecken der Luas-Straßenbahn
  • DART- und Commuter-Züge im Nahverkehr der Short Hop Zone (umfasst das gesamte Stadtgebiet und den Landkreis von Dublin)

So waren wir für unseren kompletten Wochentrip unabhängig und konnten ohne lange zu Überlegen in den nächsten Bus steigen und Dublin erkunden. Aussteigen und wieder Einsteigen.

Gewohnt haben wir bei unseren Freunden in einer Area etwas Außerhalb des Zentrums.

Ich kann dir für eine Unterkuft absolut AirBnB empfehlen. Es ist günstig und vielleicht wohnst du bei jemanden, der dir noch den einen oder anderen guten Insider Tipp geben kann.

Wenn du noch nie in einem AirBnB gewohnt hast, kriegst du jetzt von mir einen 30€Gutschein! Klick einfach auf AirBnB

Stadtbummel

An unserem ersten Tag in Dublin sind wir wahnsinnig viele Km gelaufen.
Wir sind mit dem Bus bis ins Zentrum gefahren und haben uns dann zu Fuß durchgeschlagen.
Dublin präsentiert sich multikulturell, modern und zugleich mit seinem eigene Charme, eine Magie.
Eine wunderschöne Mischung aus Alt und Neu.
Zusehen gibt es viel.

 

Besonders gut gefällt mir, dass es keine hohen Gebäude gibt. Das macht die Stadt sehr offen und überschaubar.
Shopping begeisterte finden ihr Glück in zahlreichen Shops.
Wir aber bestaunten die Architektur, versuchten die Stadt aufzusaugen, zu Beobachten und für uns immer die Frage im Hinterkopf „Wie ist es hier zu leben?“

 

 
Um sich die Stadt anzuschauen kann man locker einen Tag einplanen oder auch mehr, kein Problem es wird nicht langweilig.
Wer mag kann auch eine Hopp-on Hopp-Off Tour mitmachen und ab 10€ eine Stadtrundfahrt mit Lautsprecher Ansagen mit machen.
Wir entschieden uns aber für selber erlaufen und mittendrin mitkriegen.
In Dublin laufen übrigens alle über Rote Ampeln, so bald dies möglich ist läuft der Pulk los, völlig normal.

Pub Besuch und Guinness trinken

Geh in einen Pub und genieße das Spektakel, du wirst dir denken verdammt warum können wir in Deutschland nicht so eine Kultur pflegen?
Es wird voll, es wird laut und es wird lustig.
Alle haben gute Laune, man trifft sich nach der Arbeit, trinkt 1-2 Bierchen und geht wieder oder bleibt. Es gibt häufig Livemusik und es wird geklatscht und gesungen.
Und dazu schmeckt das Bier auch noch wahnsinnig gut.
Selbst meine Freundin, die in Deutschland niemals ein Bier bestellt hätte ist schon zur Biertrinkerin geworden. Es gehört hier halt dazu und die Iren brauen auch für die Mädels herrliches Bier.

Bier kostet hier so zwischen 5,50-8,50 das ist Normal.
Durch einen Zufall fanden wir einen Pub mit dem wohl günstigsten Guinness weit und breit, 3,50€.
Geht ja wohl voll klar!
Wir spekulierten, da der Pub so dicht an der Brauerei lag, dass sie vielleicht eine Illegale Leitung im Keller haben. 🙂
Übrigens heißt dieser Pub J.K.Stoutmans und du findest ihn in der James´s Street.

 

 

Desweiteren waren wir in der Temple Bar, ein Stadtteil im Herzen von Dublin.
Dort reiht sich ein Pub an den nächsten.
Wir hatten einen sehr schönen Abend im Old Storehouse, mit viel Bier, typisch Irischer Livemusik und Stepptanz.

 

Es gibt sogar ein App, Extra um die Bierpreise in Dublin vergleichen zu können.

Museums Besuch

In Dublin sind alle Museumseintritte Frei.
Das gefällt mir sehr, so kann jeder der Interesse sich ein Museumsbesuch leisten.
So waren wir in der National Gallery und haben uns die Tierwelt Irlands und der Welt angeschaut.
Erschreckend und erschreckend Traurig fand ich den Anblick eines Nashorns, dessen Horn die Mitarbeiter des Museums vorsichtshalber entfernt hatten, weil irgendwelche As***s diese sogar von ausgestopften Nashörnern aus dem Museum klauen.

 

 

 

Danach sind wir ins Archäologisches Musem of Ireland gegangen.
Erstaunlich was für Dinge man noch nach tausenden von Jahren finden kann.
Das Gebäude an sich hat mich aber viel mehr Fasziniert.

The Open Gate Brewery – Guinness Tasting

Guinness scheint überall zu sein.
Das riesige Braugelände liegt quasi im Zentrum.
Donnerstags und Freitags öffnet die Brauerei ihre Pforten für ein Tasting.
6€ kostet das Ticket pro Person, welches man unbedingt vorher kaufen muss.
Man sitzt quasi direkt in den Produktionräumen aber sehr stylisch und gemütlich.
Für die 6€ bekommt man ein kleines Tablett mit 4 Biergläsern zum kosten, wählen kann man zwischen 8 Sorten.

 

 

Den Standardbieren von Guinness und den neuesten Sorten.
Biere die vielleicht nie für die Großproduktion vorgesehen sind.
Spannend, lecker und unterhaltsam. Nach dem Tasting, darf man natürlich weiter trinken.
Ein sehr schönes Erlebniss und mein Favorit ist das Dubliner Wheat. Könnte ich sofort wieder trinken.
Obwohl ich mache ja gerade Alkoholfrei, na gut.

Glasnevin Cemetery

Ein spät sommerlicher Spaziergang über Gräber?
Der Glasnevin Cemetery ist einfach einmalig, riesig und Geschichtsträchtig.

 

 

Eigentlich bin ich kein Fan von Friedhöfen, mich verbindet er zum Glück bis lang nicht mit einer Person, der ich dort nah sein kann. Ich selber möchte nicht auf einen Friedhof landen.
Und doch berührte mich die Familien Geschichte, die wir dort nur den Zahlen und Namen entnehmen konnten. Wen gab es alles vorher, von wem entstammten die weiteren Personen die hier zum Teil über viele viele Jahre später dazu kamen. Familie.
Und wer pflegt ein Grab, Heute noch und Gedenkt mit Blumen an eine Person die 1857 gestorben ist?Flatrate gebucht oder ernsthafte Verbindung. Warum kam so lange keiner danach.
Man denkt es kann kein Grabstein mehr kommen und dann noch ein Hügel mit abertausenden Grabstellen.
Sehenswert auf jeden fall und der leicht schuldbewusste Gedanke, dass man Sightseeing betreibt verschwindet wenn mal wieder ein Name gelesen und kurz ein Stein betrachtet wird der schon 200 Jahre da steht.Und dann reicht das ab ins Leben und genießen, dass wir all dies so haben wie wir es haben.

Phönix Park

Der Phönix Park ist einer der größten innerstädtischen Parks Europas und einfach wunderschön.
So dicht neben einer Metropole und so voller Natur.
Wir hätten hier ewig spazieren gehen können und waren auch mehr als einmal hier.
Hier lebt sogar eine große Herde an kleinen Hirschen.
Man kann denen so nah kommen, könnte sie sogar füttern aber so sehr es mich auch gelockt hat einen Beutel Möhren zu organisieren, so sehr finde ich auch das man die Grenzen einhalten sollte.

 
In dem Park befindet sich die Amerikanische Botschaft, eine prächtige Villa mit einem prächtigen Garten und einer erstaunlich niedrige Mauer zum Schutz, oder ich weiß nicht wofür die sein soll.
Wir haben ein unglaublich schönes großes altes Anwesen entdeckt, das wohl mal irgendeinem Vorfahren der Guinness Familie gehört hat.
Es gibt einen Stadtgemüsegarten, Frei zugänglich und wunderschön angelegt. Ich liebe so etwas. Am Liebsten hätte ich alles mögliche für ein Köstliches Mahl zusammen gesammelt.
Aber da hätte es wohl was auf die Finger gegeben.
Angrenzend zum Phönix Park ist auch der Dubliner Zoo, in dem wir aber nicht gegangen sind.

An die Küste von Howth

Wir können es nicht sein lassen, wir brauchen das Meer zum überleben.

Um die Freiheit zu spüren.

 
Als musste es natürlich auch an eine der berühmt berüchtigten Küsten Irlands gehen.
Mit Zug sind wir rausgefahren, auch dafür konnten wir unsere LeapCard benutzen.
Nach nur etwa 30min waren wir aus der Stadt raus und in Howth gelandet.
Einem schönen kleinen Hafenörtchen. Touristen ja einige.
Wir schlängelten uns durch und machten uns auf den Weg zwischen Wohnhäusern rauf auf die Klippen.Ran an die Küste um das Meer von Oben zu begrüßen.
Genial und wunderschön!

 

 

Etwa 1-2 Stunden braucht man um eine Umrundung der Klippe zu laufen. Dabei kann man immer nach unten und schön in die Ferne schauen.
Gefällt uns was wir sehen. Und ja wir haben beide den Gedanken, Wo kann man Surfen, Wann kann man Surfen und wir kommen irgendwann nochmal im Sommer zurück und schauen uns all die schönen Küsten Irlands an.
Wieder unten, muss es natürlich auch mal Fish&Chips geben.
Die Möwen kreisen, die Fischerboote schaukeln und die Oktobersonne gibt nochmal alles.
Meine Freunde sind bei mir.

 

Ich bin glücklich!

Fazit: So viele nette Menschen sind mir schon lange nicht mehr begegnet, die Iren, die Dubliner sind wahnsinnig höflich und freundlich. Und sie sind sehr entspannt, dafür das sie einer solch großen Stadt wohnen.

Als Begleiter auf deiner Reise nach Irland – Dublin empfehle ich dir folgenden Reiseführer:

Bitte liken, wenns gefällt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.