Portugal

Mit dem Van entlang der Portugiesischen Küste

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50 Tage Portugal. 50 Tage Spannung, Entspannung, fast 50 Tage Sonnenschein!
Von Ende Oktober bis Anfang Dezember 2015 waren wir mit unserem Grünen an der Portugiesischen Küste unterwegs.
Und jeder der ein Wohnmobil, Van, Bus oder ähnliches hat sollte diese Tour mal machen.
Ich habe Portugal als offen, freundlich und sicher empfunden.
Wir konnten an jedem Strand frei stehen, wurden niemals verscheucht.
Dafür gibt es aber zu mindestens an der Küste kaum Stellplätze.
Aber weit und breit genügend Parkplätze in der ersten Reihe.
Was aber auch überhaupt kein Problem ist, denn irgendwo hat man immer eine Ver- und Entsorgestation für das Wasser und Abwasser gefunden. Oft sogar kostenfrei.
Einmal die Woche haben wir uns eine Nacht auf dem Campingplatz gegönnt.
Da haben sich für uns die Orbitur Plätze bewährt. Diese sind an der gesamten Portugiesischen Küste verteilt und kosten um die 12€ die Nacht inkl. WLAN.
In Caminha knapp hinter der Grenze verbrachten wir die erste Nacht in Portugal.
Von dort an fuhren wir jeden Tag oder auch mal ein paar Tage gar nicht Kilometer für Kilometer entlang der Küste. Oft ohne Plan und mit reiner Intuition.
In Afife fanden wir einen wunderschön angelegten Parkplatz direkt am Meer.
Einsam aber auch nicht zu einsam genossen wir das erste mal richtig die Ruhe und die Landschaft.
Dort mussten wir auch das erste mal die Siesta Mentalität spüren.
Unser Rhythmus ist ausschlafen, langsam aufstehen, Käffchen, schauen was draußen so los ist, Frühstück, sich und das Auto fertig machen und dann mal los ziehen.
Zum Beispiel zum Einkaufen.
Nur ist genau zu unseren Aktiven Zeit nichts los auf den Straßen und in den Geschäften, es ist Siesta!
In diese Falle sind wir immer und immer wieder getappt, denn wir haben unsere Uhren abgelegt.
Es ist Tag oder Nacht.
Wir erkannten auch schnell, dass wir unsere Einkäufe besser organisieren mussten.
Denn in vielen kleinen Dörfchen direkt am Meer gibt es keine Supermercados oder wenn dann nur ganz kleine und da musste man bei den Preise manchmal ganz schön schlucken.
Also so bald wir on the Road waren, hielten wir nach Möglichkeit bei den Großen Supermärkten an.
Gute Erfahrungen haben wir mit Intermarche gemacht.
Die Preise waren Ok und direkt an den Märkten gab es häufig Waschmaschinen zum Wäsche waschen und eine Ver-und Entsorgestation.
Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch kann man in Portugal recht günstig kaufen, sowie Wein und Bier.
Zigaretten und Tabak sind schon fast kompliziert, weil es diese nur in Tabak Geschäften gibt, die sind nicht an jeder Ecke und auch Zigaretten Automaten muss man erst mal finden.
Wasser ist mit reichlich Chlor versetzt also mussten wir ab jetzt Wasser zum Kochen kaufen.
Das ist aber ok, 6 Liter kommen um die 50cent.
Nach Afife kamen einige kleine Orte, die zu unserer Reisezeit wie ausgestorben wirkten.
Nicht sehr schön aber die Parkplätze direkt am Wasser machten das wieder wett.
Interessant, belebter und schöner wurde es ab Figueira da Foz.
Das Wasser ist ab dort nicht mehr so steinig und mehr und mehr Wellenreiter tummeln sich im und am Wasser herum.
Ab jetzt wird die Küste immer schöner und schöner.
Man findet an den Parkplätzen am Strand vermehrt Bars und Restaurant die zum Verweilen und Bierchen trinken einladen. Und ein Kaffee bekommt man schon für 80cent.
Nazare darf man auf keine Fall verpassen, dieses kleine Städtchen ist Wunderschön!
Besonders die Aussicht von oben. Wir sind mit der alten Bahn den Hang hochgefahren, ganz schön steile Angelegenheit. Aber oben angekommen, präsentierte sich Nazare bezaubernd.
Zum Berühmtberüchtigen Leuchtturm, den wir vor allem von den Fernsehbildern mit den Monsterwellen kennen sind wir natürlich auch gegangen.
Leider hatten wir so einen großen Wellentag um 3 Tage verpasst.
Na gut aber von dort konnten wir unseren neuen Stellplatz für 3 Tage sehen.
Rechts sieht man Nazare und links sieht man Meer Meer Meer, Wellenreiter und einige Womos und Vans in absoluter Natur.
Auch einer unserer Lieblingsplätze Foz do Arelho und die dazugehörige Lagune.
In der man ,wenn denn Wind ist, perfekt auf Flachwasser Kitesurfen gehen kann.
Wir standen auf einem Caravan Platz für 3€ die Nacht.
Man hatte freie Sicht auf die Lagune, Ruhe, Waschbecken zum Abwaschen, Toiletten und Kaltwasserduschen. Ver-und Enstrogungsstation und das Beste: perfektes WLAN.
Wir konnten sogar Filme streamen, also nicht das man so was macht.
Aber wir hatten plötzlich Probleme mit dem Kühlschrank und unserem Strom.
Und den gab es dort leider nicht.
Irgendwas ist ja immer, also Mobile Geräte doch aus und die Natur genießen.
In Caldas da Raihna waren wir dann zwischenzeitlich in der VW Fachwerkstatt wegen komischer Geräusche und der Sorge um das Getriebe aber die Jungs halfen schnell, einfach und vor allem kostenlos! Super Geil!
Tanken kann man in Portugal übrigens super Günstig! Der Liter Diesel um die 1€.
Wenn man eine Gasanlage im Van hat, sollte man sich in Deutschland Gedanken übers Auffüllen machen.
Denn hier in Portugal und auch in Spanien haben die Gasflaschen andere Ventile.
Die Deutschen können nur mit einem Adapter befüllt werden und den gibt’s nur in Deutschland.
Das Befüllen funktioniert an jeder Tankstelle.
Nach Foz do Arelho kamen wir nach Baleal, einem Vorort von Peniche.
Wir waren völlig aus dem Häuschen.
Ein Parkplatz voller Womos und Bussen direkt am Wasser.
Strandduschen und Bars bei denen man immer auf die Toilette gehen konnte und offenes WLAN!
Dieses Feeling dort ist einzigartig! Und auch nicht Surfer sind herzlich Willkommen.
Desto weiter wir fuhren desto wärmer wurde es, nur der Wind ließ bisher auf sich warten.
Peniche ist nicht die schönste Stadt aber alles um Peniche herum ist Wunderschön!
Auf dem Campingplatz Parque de Campismo Municipal de Peniche vor Peniche durfte man als Gast für 0,60 Cent Duschen gehen.
Eine echte Alternative zu 12€ die Nacht auf einem Campingplatz.
Nach Peniche kam der Spot Supertubos, der wenns denn mal pustet, eine schöne Herausforderung werden kann mit seinen großen Wellen.
Ericeira darf man natürlich nicht verpassen, vor allem als Wellenreiter.
Um die Stadt herum ist das erste Europäische Wellenreit Natur Reserve.
Es gibt in jedem Surfshop gut beschriebene Spotguides.
Die Satdt selber ist niedlich und ein Surfshop reiht sich an den nächsten.
Cool ist auch der Boardrider Shop am Anfang der City mit seiner Riesen Halfpipe für Skater und der chilligen Dachterrasse über dieser Halfpipe und zum Atlantik hin.
Guincho ist bekannt unter den Windsurfern, ab hier ging auch tatsächlich der Wind für uns los.
Perfekt stehen kann man hier mit seinem Van nicht, also das ist meckern auf Hohem Niveau.
Man kann in Ruhe am Wasser stehen aber es gibt keine Toiletten oder ähnliche gute Möglichkeiten, wenn ihr wisst was ich meine und zum passenden Spot muss man sein Zeug recht weit übern Strand schleppen. Es gibt noch ein Parkplatz an einer Surfschule aber wenn sich da hundert andere Surfer tummeln, ist es schwierig mit einem großen Wagen dort zu parken.
Wir haben bislang 2 schönste Straßen gekührt.
Die schönste Portugals ist von Guincho Richtung Lissabon am Atlantik entlang!
Schöner kann man nicht Auto fahren!
Zu Lissabon kann ich nur sagen, dass es einer der Endspanntesten Großstadtbesuche seit langem war.
Unser Auto stand gut und sicher auf einem Parkplatz in einem Vorbezirk und wir sind mit der Bahn in die Stadt gefahren. Und auch wenn man an einem Tag nicht alles erkunden kann, so kann man doch versuchen das Feeling von einer Stadt zu spüren. Und auf meiner Liste steht, zurückkommen und mehr entdecken!
Nach dem wir die „Golden Gate Bridge“ von Lissabon überquert haben ging es langsam Richtung Algarve.
Portugalsküsten veränderten sich. Es wurde Felsig, die Erde wurde Rot und es gab mehr und mehr Pinienwälder direkt am Beach.
Sagres ist ein super niedliches Surferdörfchen und ich kann mir vorstellen, dass im Sommer hier einiges los ist.
In Lagos entdeckten wir wahnsinnig coole und imposante Grotten.
Uns trieb es nach Faro wo wir in Manus Geburtstag rein feierten und dort beschlossen wir am nächsten Tag nach Spanien aufzubrechen.
Ich würde sofort wieder zurückkehren, nur denke ich das ich beim nächsten Mal direkt bei Figueira da Foz einsteigen würde, vielleicht als Tipp für alle Wassersportbegeisterten die weniger Zeit haben.

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One thought on “Portugal

  1. Das sind tolle Tipps für eine Wohnmobil Reise durch Portugal. Wir sind gerade am Überlegen, ob wir uns selbst einmal an dieses Abenteuer wagen und verschlingen alles, was für Wohnmobil-Neulinge von Interesse ist. Deinen Reisebericht speichere ich auf jeden Fall ab, auch wenn Portugal momentan nicht unser erstes Wohnmobil Reiseziel ist. Vielen Dank für die Infos.

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